Basketball auf dem Herner Parkett - Chloé Bully ist bereit

Kaum eine Spielerin des Herner TC war durch den Ausbruch der Corona-Pandemie und den Saisonabbruch derart betroffen wie Chloé Bully, die sich nach einer Verletzung des vorderen Kreuxbandes und monatelangen Reha-Maßnahmen wieder zurück gekämpft hatte:

„Das Virus kam und alles wurde genau in dem Augenblick heruntergefahren, als ich wieder ich wieder in das Team-Training einsteigen konnte. Von jetzt auf gleich war alles zuende. Das war eine schwere Zeit für mich.

 

Obwohl alle nach Hause gingen, blieb ich noch einen Monat in Herne, um weiter mit den Physiotherapeuten des Teams zu üben. Das bedeutete natürlich, sehr vorsichtig zu sein, frühmorgens zu üben, wenn nicht viele Menschen da sind, und eine Maske zu tragen.

Um meine Physiotermine und ärztliche Untersuchungen zu optimieren bin ich anschließend zwischen Belgien und Herne hin und her gependelt. Ich habe auch wieder mit dem zweiten Damenteam angefangen zu üben, als ich wieder in Herne war und es nach den Vorgaben erlaubt war.

Es war natürlich sehr wichtig für mich, in dieser schweren Zeit zu meiner Familie nach Hause zu gehen. Eine weitere Priorität war es jedoch, weiter zu trainieren und Basketball zu spielen, da ich dies seit fast einem Jahr eben nicht mehr konnte.“

Ihre harten Anstrengungen zeigen aber gute Ergebnisse und jetzt fühlt sich Chloé bereit wieder anzugreifen:

„Ich fühle mich zu 100% wieder auf dem Platz. Ich weiß um all die Anstrengungen, die ich geleistet habe, und all die Stunden, die ich im Fitnessstudio, im Schwimmbecken oder der Sporthalle verbracht habe. Das einzige Problem ist, dass ich aufgrund des Virus immer noch kein Spieltraining 5 gegen 5 absolvieren konnte. Ich werde das wieder anfangen, wenn die Vorsaison mit Herne beginnt.

Mit ihren Erwartungen bleibt sie bescheiden – oder doch nicht? „Einen weiteren Titel zu gewinnen – ich hätte Nichts dagegen. Aber zuallererst hoffe ich für das ganze Team und für mich auf eine gesunde und erfolgreiche Saison – und dafür drücke ich auch ganz fest die Daumen!“

Nach zwei Jahren fühlt sich die Belgierin richtig wohl in Herne: „Herne ist für mich wie zu Hause. Die Leute im Verein und seinem Umfeld, die Fans … alle versuchen immer ihr Bestes, um alles in ihrer Macht Stehende zu tun, um auf jede erdenkliche Weise zu helfen. In der Professionalisierung wird der Herner TC von Jahr zu Jahr besser und die Tatsache, dass wir 2018-2019 alles gewonnen haben, beweist dies. Die Erinnerungen, die ich in dieser Saison gemacht habe, werden immer einige meiner Schönsten sein!

Ich muss einfach nochmal betonen, dass während meiner gesamten Kreuzband-Operationen und der Reha der Verein, die Mitarbeiter, die Fans und die Spieler immer für mich da waren und einen großartiges Rückhalt bildeten. Ich könnte mir nicht vorstellen, im kommenden Jahr für einen anderen Club aufzulaufen."

Auch Chreftrainer Marek Piotrowski geht zuerst auf die Verletzung von Chloé ein: "Nach vielen Monaten der Rehablitaion sieht es jetzt wieder gut aus für Chloé. Sie ist auf dem besten Weg zurück auf das Parkett. Vor einigen Jahren hatte sie die gleiche Verletzung ja an dem anderen Knie. Sich dann ein zweites mal so zu motivieren, um zurückzukommen, bedeutet schon Einiges. Ich freue mich aufrichtig für sie. Und das Zweite was ich über sie sagen muss:

Chloé Bully auf dem Spielfeld - das ist für mich DIE kleine Kriegerin mit dem großen Kämpferherz. Sie lässt nicht locker, egal was passiert. So eine Spielerin zieht das Team mit. Sie brauchst Du um zu gewinnen, besonders wenn es drauf ankommt in den wichtigen Spielen."

Herzlich willkommen zurück in Herne, zurück auf dem Parkett, Chloé Bully!

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