Davis macht Spiel zur Chefsache - 5. Sieg im 5. Spiel

Hernes Basketball-Ladys bleiben Meister TSV Wasserburg auf den Fersen. Gegen die Rhein-Main Baskets taten sich die HTC-Damen zwar schwer, letztlich aber feierten sie im fünften Spiel ihren fünften Sieg. Es war das, was man gemeinhin einen „Arbeitssieg“ nennt.

Herner TC - Rhein-Main Baskets 63:56

Viertel: 15:13, 18:13, 13:14, 17:16.

HTC: Davis (22/2 Dreier), Barnes (16, 15 Rebounds), Wright (11, 10 Reb.), Amojo (7/1), Karic (4), Salomaa (3/1), Van der Velde, Müller, Slavova-Naneva, Sola. Wurfquote Feld: 37 % (24/65). Freiwurfquote: 73 % (11/15). Rebounds: 49 (32 defensiv, 17 offensiv).

RMB: Greunke (19/1), Ranger (14), Redmon (10/2), Rexroth (7/1), N. Dietrich (3/1), Pieczynski (3), P. Dietrich, Delp. Wurfquote Feld: 39 % (24/62). Freiwurfquote: 43 % (3/7). Rebounds: 29 (24 defensiv, 5 offensiv).

Geschafft. Mit einem nie wirklich gefährdeten, aber hart erkämpften Arbeitssieg gegen die Rhein-Main Baskets lösten Hernes Basketball-Ladys auch ihre fünfte Aufgabe in dieser Saison und sitzen dem ebenfalls ungeschlagenen Meister Wasserburg weiterhin als hartnäckiger Verfolger im Nacken. Und gerade weil seine Mädels nicht eben ihren besten Tag erwischt hatten, zollte ihnen ihr Trainer ein dickes Lob. „Wir haben uns sehr, sehr schwer getan. Die Mädels hatten heute schwere Beine. Aber gerade solche Spiele, wo nicht alles klappt, muss man gewinnen. Dann eben über Kampf und Leidenschaft“, zog Marek Piotrowski zufrieden sein Fazit.

Von selbst lief wenig an diesem Sonntagnachmittag. Obwohl von der Tribüne lautstarke Unterstützung kam, fanden die HTC-Damen nur schwer ins Spiel. Bis zum 8:8 legten die Gäste jeweils einen Korb vor, der HTC glich aus – um danach durch Henna Salomaas Dreier erstmals in Führung zu gehen (11:8/7.). Die Antwort ließ nicht lange auf sich warten. Die Hessinnen konterten mit fünf Punkten in Folge, ehe die eingewechselte Erica Barnes das Viertel mit zwei Körben aus der Nahdistanz zur 15:13-Führung abschloss.

Bereits nach fünf Minuten hatte Marek Piotrowski bis auf Quenice Davis alle Start-Spielerinnen vom Feld genommen. „Schon da spürte man die fehlende Frische. Uns war klar, dass wir dieses Spiel nur als Team gewinnen konnten“, setzte der HTC-Trainer schnell auf eine große Rotation. Trotzdem waren es die „üblichen Verdächtigen“, die Herne auf die Siegerstraße brachten: Teya Wright mit drei und Davis mit vier Punkten machten aus dem 21:22 (14.) einen Sieben-Punkte-Vorsprung (29:22/17.), von dem die Hernerinnen fortan zehrten.

Auch zur Pause lag der HTC mit sieben vorne (33:26). Dass die Gäste immer auf Tuchfühlung blieben, verdankten sie der Fahrigkeit in der Herner Offense, vor allem aber Svenja Greunke, gegen die Hernes Defense kein Mittel fand. 15 Punkte sammelte die Flügelspielerin allein in den ersten 20 Minuten, nach dem Wechsel packte sie nur noch vier Pünktchen drauf – Folge einer weiter gesteigerten Intensität in der Verteidigung, die letztendlich der Schlüssel zum Herner Sieg war.

Zu Beginn des dritten Viertels setzte sich der HTC erstmals zweistellig ab, als Davis und Ireti Amojo hintereinander zwei Dreier versenkten (41:28/25.). Die Baskets aber konterten erneut, waren nach zwei Dreiern von Jazmine Redmon und einen Korb von Anna-Lisa Rexroth wieder dran (41:36/27.) und erstickten jeglichen Anflug von Herner Leichtigkeit im Keim. Spätestens jetzt war klar: Für den fünften Sieg würden die HTC-Damen bis zur letzten Sekunde kämpfen müssen. Wenn es denn überhaupt klappen würde.

Und wirklich: Zu Beginn des letzten Abschnitts wurde es wieder ganz eng. Nelli Dietrich mit einem Dreier und Ranger brachten die Baskets auf 45:46 heran, der HTC wirkte konsterniert, verdaddelte Bälle, wählte ungünstige Optionen und traf nichts mehr. Endlose vier Minuten und 19 Sekunden blieb Herne ohne Punkt, dann machte Quenice Davis das Thema zur „Chefsache“. Entschlossen griff sie sich den Ball, dribbelte durch die Gäste-Abwehr und legte die orangene Kugel in die Reuse. Nicht einmal, viermal. Dann hatte sie quasi im Alleingang aus einem 46:45 ein 54:47 gemacht (38.).

Nach Rexroths Dreier war es Erica Barnes, die einen Offensivrebound erkämpfte und zum 56:50 traf. Nun rannte den Baskets die Zeit weg. Sie suchten ihr Heil in der „Stopp-the-clock“-Taktik, aber an der Linie blieben Barnes, Ireti Amojo und Emina Karic eiskalt und brachten den fünften Sieg endgültig in trockene Tücher.

 19.10.2014 / WAZ Herne / Wolfgang Volmer

 

Zurück