Deutliche Niederlage gegen Keltern

Eine deutliche, aber auch wenig überraschende Niederlage musste der Herner TC am Samstagabend gegen die Rutronik Stars Keltern einstecken.

Verletzungs- und Krankheitsbedingt arg dezimiert hatte das junge Herner Team den Sternen auf die volle Distanz von 40 Minuten nicht all zu viel entgegen zu setzen.  Für Adelina Abaiburova und Katharina Fikiel gab es kaum Verschnaufpausen. So entschlossen sich beide ins Getümmel unter den Körben warfen, auf Dauer konnten sie sich gegen Kelterns Centerriege mit Joseph, Cvitkovic, Vaughn und Belobi Nawezhi nicht behaupten.

Das ahnte Marek Piotrowski schon im Vorfeld, insofern haute ihn die Niederlage nicht aus den Socken. „Das Ergebnis geht in Ordnung“, räumte er ein, kündigte dennoch ein Nachspiel an. „Ich hatte schon erwartet, dass wir ein oder zwei Viertel lang mithalten.“ Dass dies nicht gelang, dafür sei die geringe Zahl von Spielerinnen keine Entschuldigung. Defizite erkannte der HTC-Trainer nämlich gerade auf den kleinen Positionen. „Da haben wir viele Sachen nicht so umgesetzt, wie wir es wollten. Das gibt uns viel Material für die Trainingswoche.“ Immerhin konnte der vom Verletzungspech gebeutelte Meister eine Starting Five aufbieten, die in der Bundesliga höheren Ansprüchen genügen müsste. Herne schaffte es auch, die Partie bis zum 7:7 offen zu gestalten. In dieser Phase verpasste es der HTC sogar, sich leicht abzusetzen. Aber Laura Westerik versiebte einen leichten Korbleger, und bei Dreierversuchen von Angelika Stankiewicz und Adelina Abaiburova fehlten wenige Zentimeter, was das nötige Selbstvertrauen für weitere Versuche gegeben hätte.

Deutlich besser punkteten die Gäste, allen voran Ilze Jakobsone. Viermal nahm die Lettin vor der Pause aus der Distanz Maß, stets flutschte die Kugel durch die Reuse. Weil auch Cvitkovic für drei traf, Thomas zweimal erfolgreich zum Korb dribbelte und die wuchtige Belozi Nawezhi unter dem Brett kaum zu verteidigen war, zogen die Gäste unaufhaltsam davon. Nach sechs punktlosen Herner Minuten stand es 7:14 (10.), und als Deura das zweite Viertel mit einem Dreier eröffnete, führte Keltern erstmals zweistellig (8:19/11.).

Schon da glaubte kaum noch jemand an eine Wende. Zwar deutete nun Hernes Neuzugang Rebecca Harris mit einigen blitzsauberen Dreiern ihre Klasse an, und die junge Laura Zolper brachte ihr Team mit zwei Körben auf neun Punkte heran (22:31/18.), aber zwei Jakobzone-Dreier erstickten jede Hoffnung.

Zur Pause lag Herne mit 13 Punkte hinten, blieb bis kurz vor Ende des dritten Viertels noch halbwegs auf Tuchfühlung (34:45/28.), aber dann machten die Sterne mit einem 9:0-Run zum 34:54 (31.) alles klar.

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