Erst gestolpert, dann wieder aufgerappelt

Vier Punkte haben am Ende gefehlt, um den flippo Baskets aus Göttingen den Feiertag zu vermiesen. Mit 69:65 verliert der Herner TC eine äußerst knappe Partie, bei der Kleinigkeiten den Ausschlag gaben.

Dabei fing es gut an für das Team aus dem Ruhrgebiet. Das erste Viertel beendete man mit 6 Punkten Vorsprung zum 13:19. Dabei gingen die meisten Herner Punkte auf das Konto von Jordan Frericks und Ivana Brajkovich (beide sechs), während auf Göttinger Seite Jennifer Crowder ein tolles Spiel machte. Doch nach der Viertelpause kam Göttingen besser ins Spiel und konnte den Rückstand bis zur Halbzeit auf einen Punkt verkürzen. Maßgeblich mitverantwortlich dafür Göttingens Neuzugänge Jill Morton und Megan Mullings. Mit 35:36 ging es in die zweite Spielhälfte und zum Pech für Herne konnte sich auch Cayla McMorris auf flippo-Seite in die Liste der Double-Schützinnen eintragen. Herne hielt zwar dagegen, immer noch hauptsächlich in Form von Frericks und Brajkovich, aber Viertel 3 und 4 gingen jeweils knapp an Göttingen, die damit den Sieg klarmachen konnten. Der Head-to-Head-Vergleich beider Teams illustriert welch ein enges Spiel es war, bei dem am Ende Kleinigkeiten, wie zum Beispiel 19 Herner Turnover, den Ausschlag gegeben haben.

Fast-forward drei Tage zum Heimspiel gegen die BasCats aus Heidelberg. Endlich wieder das Publikum im Rücken und den Herner Fans war bewusst wie dringend ihre Unterstützung benötigt wurde. Nur wenige Plätzen blieben an diesem regnerischen Sonntag frei, als die Mannschaft des Herner TC in der H2K-Arena aufs Parkett gerufen wurde. Ob es an der englischen Woche lag oder der Verunsicherung durch die erlittene Niederlage geschuldet war, der HTC tat sich schwer zu Beginn. Heidelberg schien regelrecht beflügelt durch die Tatsache einen vermeintlich schlagbaren Gegner vor sich zu haben und ging kämpferisch in die Partie. Die Führung wechselte mehrere Male und zur Halbzeit lag Herne mit nur einem Punkt vorn. Doch das Publikum peitschte das Team mit ungebremstem Enthusiasmus vorwärts und das dritte Viertel brachte die Wende ins Spiel. 67:58 war der Spielstand vor dem letzten und entscheidenden Spielabschnitt, und obwohl Heidelberg sich niemals aufgab, konnte der Herner TC schlussendlich einen ungefährdeten und verdienten Sieg feiern. Besonders imponierten dabei die Nachwuchsspielerinnen Laura Zolper und Sarah Polleros, die äußerst positive Eindrücke hinterließen. Besonders beeindruckend war Laura Zolpers Performance vor dem Hintergrund, dass sie zum ersten Mal in der Starting Five der Bundesligamannschaft stand. Nach diesem dritten Spieltag bleibt festzuhalten: der HTC mag gestrauchelt sein, doch aus der Spur geraten ist er nicht. Beste Voraussetzungen für die kommenden Aufgaben!

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