WNBL: Goliath war noch eine Nummer zu groß

Herner TC - TSV Hagen 1860 (61:62)

Ein klasse Spiel zeigte die WNBL aus Herne gegen den klaren Favoriten aus Hagen. Zu Beginn des Spiels war den Herner Mädels die Nervosität anzumerken. In der sehr gut gefüllten MCG Arena startete Hagen konzentrierter in die Partie und beim Stand von 10:2 für Hagen sah sich Headcoach Mario Zurkowski gezwungen die erste Auszeit zu nehmen. Leider nur mit begrenztem Erfolg, so dass beim Stand von 14:3 für Hagen direkt die 2. Auszeit folgte. Endlich wachten die Herne Mädels auf und kämpften sich in die Partie, jedoch ging das erste Viertel verdient mit 17:10 an Hagen. Wie schon im ersten Viertel konnte das Herner Team Leonie Schütter in der ersten Halbzeit nicht unter Kontrolle bekommen. Viel zu leicht ermöglichten wir ihr die Punkte, da wir sie in der Transition Defense immer zu spät aufgenommen haben. Immer wenn sich die Herner Mädels wieder rangekämpft haben, konnte Hagen in Person von Schütter den Run stoppen, den Vorsprung wieder herstellen und zum Ende des zweiten Viertels deutlich ausbauen. Schütter erzielte allein in der ersten Halbzeit 33 der 40 Hagener Punkte. Nichts desto trotz hingen die Köpfe bei den Herner Mädels in der Halbzeit nicht unten, da viele Dinge die man sich im Vorfeld vorgenommen hatte gut gelangen. In der Halbzeit arbeitete man einige Elemente auf und nahm sich vor bis zum Ende an den Gameplan zu glauben. So ließen sich die Mädels auch nicht erschüttern als Hagen den Vorsprung direkt schnell auf 19 Punkte ausbauen konnte. Die Mädels kämpften sich defensiv zurück in die Partie. Der Knoten schien so langsam zu reißen, man rotierte schneller und ließ weniger einfache Punkte der Hagener Mädels zu. Im Ergebnis haben sich die Mädels wieder auf nur 10 Punkte Rückstand vor dem letzten Viertel herangearbeitet. Das letzte Viertel war ein auf und ab. Wieder erwischte Hagen den besseren Start, die Herne Mädels blieben aber ruhig und zeigten offensiv nun zu welch großartigem Teambasketball sie in der Lage sind. Sie kämpften sich Punkt für Punkt heran. 20 Sekunden vor dem Ende der Partie war man auf einen Punkt dran. Die vielen Herner feuerten stehend die Spielerinnen an. Leider gelang der ganz große Coup am Ende nicht, so dass der Favorit doch nicht in Knie gezwungen werden konnte. Die Tränen nach der Niederlage waren aber schnell getrocknet, denn mit diesem Ergebnis konnte im Vorfeld nicht gerechnet werden.

"Ich bin sehr zufrieden mit der Leistung der Mädels. Über das gesamte Spiel haben wir sehr konzentriert gegen die wechselnden Verteidigungen von Hagen agiert. Wir haben in unserer Entwicklung einen riesigen Schritt gemacht. Vor allem in Hinblick auf die Playoffs haben wir nun offensive Lösungen gegen die meisten Verteidigungsvarianten. Das ist schon mal viel wert. Auch haben wir heute als Team einfach überzeugt und das sowohl defensiv als auch offensiv, was sich auch an dem ausgeglichenen Score ausmachen lässt. Gleich 4 Spielerinnen konnten zweistellig scoren. Vor allem unser Frontcourt zeigte mit 20 Punkten eine herausragende Leistung. Die 40 Punkte von Leonie Schütter tun natürlich weh aber sie gehört nun mal zu den individuell stärksten Spielern des Jahrgangs in ganz Deutschland. Vor allem in der zweiten Halbzeit haben Jenny Strozyk und Jule Kassack einen klasse Job gegen sie gemacht. Aus unserer Sicht hätte das Spiel gerne noch eine Minute länger dauern können. Nichts desto trotz zeigt uns dieses Spiel, und vor allen Dingen die zweite Halbzeit, dass wir als Team auf einem guten Weg sind. Nach den Ferien versuchen wir Malina Sola und Pauline Schröder langsam wieder in das Training zu integrieren und richten unseren Blick auf die kommenden Spiele der Vorrunde gegen Metropol und Erft. Wir werden weiter intensiv arbeiten, uns nach den Ferien gründlich vorbereiten und die nächsten Elemente erarbeiten."

Herner TC - TSV Hagen 1860  61:62  (10:17 / 16:23 / 16:12 / 19:10)

Bramkamp, Lisa (10); Gierczak, Jolina; Hahn, Hanna (10/2); Hassel, Tabea; Kanti, Melda; Kassack, Jule (11/2); Oleyniczak, Louisa (7); Proske, Pia; Schulte-Göcking, Lea; Stockhorst   Clara; Strozyk, Jenny (23/1)

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