1. Herren: Black Saturday

Ersatzgeschwächte Herner beziehen Prügel im Spiel um Platz fünf

SSV Hamm – Herner TC 78:60 (14:13; 21:12; 23:16; 20:19)

Hamm gegen Herne bedeutete am neunten Spieltag der Saison gleichzeitig die Begegnung zwischen dem Tabellenfünften und -sechsten. Die Vorzeichen hätten für den HTC nicht schlechter sein können: ohne Top-Scorer Biermann und Starting-Point-Guard Pajonk reiste man mit nur acht Spielern in die ungeliebte Halle am Beisenkamp in Hamm. Zu allem Überfluss wurde die Partie von dem ehemaligen Trainer der BG Lünen gepfiffen. Dem Team, welchem der HTC im Vorjahr die entscheidende Niederlage zum Abstieg zugefügt hatte…

Trotz klarer Anweisungen für die Herner Offensiv- und Defensivtaktik startete der HTC zerfahren und unkonzentriert in die Partie, wodurch Trainer Badziong bereits früh zu einer Auszeit gezwungen wurde (10:4; 5. Min.). Nach einer Hallo-Wach-Ansprache und der Einwechslung von Dominikus Konsek, welcher einen Sahnetag erwischt hatte, kam Herne besser ins Spiel (12:11; 9. Min.), verlor das erste Viertel aber trotzdem knapp (14:13; 10. Min).
Im zweiten Viertel überraschten die Gastgeber den dezimierten HTC mit einer Pressverteidigung und profitierten dadurch von mehreren Ballgewinnen, welche zu einfachen Punkten führten (27:17; 15. Min). Nach einer weiteren Auszeit zum Verschnaufen konnte Herne das Spiel aber bis zur Halbzeit ausgeglichen gestalten, was zum Großteil auf die Konsek-Brüder und Konrad Wroblewski zurückzuführen war, welche sich immer wieder gut unter den Körben in Szene setzen konnten (35:25; 20. Min.).
In der zweiten Halbzeit präsentierte sich der HTC zwar besser und kämpfte sich angeführt von Dominikus Konsek langsam wieder in Schlagdistanz (46:37; 27. Min.), allerdings wurde der Spielfluss nun mehrfach durch äußerst fragwürdige Entscheidungen des Unparteiischen unterbrochen. Zumindest erhielten die Gäste nun endlich die Freiwürfe, auf welche man in Halbzeit eins vergeblich gewartet hatte. Doch auch diese Gelegenheiten konnte man an diesem (was die Offensive angeht) „schwarzen Samstag“ nur selten nutzen (FW HZ1: 3-6 / HZ2: 9-24). Nach diesem kurzen Aufbäumen des HTC erholten sich die Hausherren jedoch zu schnell und gaben nun ihrerseits wieder Vollgas. Über einen 10:3-Lauf, welcher durch einen miserabel verteidigten Dreier mit der Viertelsirene gekrönt wurde, stellten die Hammer Baskets die Weichen vorzeitig auf Sieg (58:41; 30. Min.).
In den letzten 10 Minuten waren es dann vor allem Konrad Wroblewski und Topscorer Dominikus Konsek (19P), die nochmal alle Kraftreserven mobilisierten und den gegnerischen Korb attackierten. Doch die weiterhin schwache Wurfausbeute, vor allem von der Freiwurflinie, sowie die komplett auseinanderbrechende Herner Verteidigung verhinderten eine Aufholjagd bereits im Ansatz und der SSV Hamm fuhr souverän den verdienten Sieg nach einer starken Teamleistung ein (78:60; 40. Min.).
Fazit: Ohne zwei Führungsspieler und wenig Auswechselmöglichkeiten war an diesem Tag für den HTC nicht viel zu holen. Die schwache Wurfausbeute der gesamten Mannschaft, sowie die zahllosen unnötigen Ballverlusten kombiniert mit einer desolaten Verteidigungsleistung waren nicht annähernd genug um eine ausgeglichene und gut eingespielte Hammer Mannschaft in der eigenen Halle zu schlagen. Aber nach vier Siegen aus den letzten sechs Partien hat Herne noch lange keinen Grund die Köpfe hängen zu lassen. Allerdings werden die beiden letzten Partien des Jahres, gegen Dortmund und Fröndenberg, welche beide zu den Top-Five der Liga zählen alles andere als einfach. Der HTC wird sich deutlich steigern müssen um die Hinrunde mit einem positiven Ergebnis zu beenden. Vielleicht ja bereits in der kommenden Woche beim Heimspiel gegen den SVD Derne 3, wo man voraussichtlich wieder mit einem größeren Kader antreten kann… (05.12.15; 18 Uhr MCG-Arena)

Scoring: Konsek, D. 19/5-11; Konsek, A. 13/3-9; Korscheck 8/2-5; Wroblewski 8/0-2; DeLaCruz 4/2-3; Köhler 4; Badziong 4; Kaminski

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