Sieg in Hagen lässt WNBL weiter träumen

Gegen den hohen Favoriten im Norden, TSV Hagen, gelang der in dieser Deutlichkeit niemals für möglich gehaltene Erfolg und lässt die Herner WNBL weiter träumen. 

Nach einem kurzen Training am Samstagmorgen in Herne und einem gemütlichen Mittagessen machte sich Herner WNBL nach Hagen in die Karl-Adam Halle. Voll fokussiert und gut vorbereitet, startete die Partie in der mit 250 Zuschauern (davon ca. 60 aus Herne) gut gefüllten Halle. Hagen erwischte dabei den besseren Start und ging mit 1:0 in Führung. Niemand in der Halle konnte zu diesem Zeitpunkt davon ausgehen, dass dies die letzte für den TSV sein sollte. Leidenschaftlich verteidigend und offensiv höchst diszipliniert erspielten sich die Mädels über ein 18:9 eine 31:19 Halbzeitführung. Die Überraschung lag in der Luft. Herne zog nach der Halbzeit nochmal das Tempo an und man merkte, dass die Kräfte der aufopfernd kämpfenden Hagener Mädels langsam schwanden. Bei einem 54:33 vor dem letzten Viertel war auch dem letzten Zuschauer klar wer diese Partie gewinnen würde. In den letzten 5 Minuten wechselten beide Coaches noch einmal komplett durch und ließen jedem Spieler die Möglichkeit teil dieses Events zu werden. Nach dem Schlusspfiff kannte der Jubel auf Seiten der Herner Mädels keine Grenzen mehr. 

Am 2. Tag ging es gegen Wolfenbüttel, um die Austragung der Deutschen Meisterschaft. Mit den physischen und psychischen Strapazen der letzten Wochen im Körper, war dieses Spiel permanent auf Augenhöhe und sehr defenseorientiert. Man merkte, dass beide Teams sich in und auswendig kennen und gut aufeinander eingestellt waren. Über ein 14:12 im ersten Viertel zu 23:23, 36:36 zu einem 54:54 ging es in die Verlängerung. Beide Teams spielten jetzt am Limit und Wolfenbüttel bewies den längeren Atem und die Cleverness und holte sich verdient das Final Four.

"Was meine Mädels am Samstag geleistet haben war herausragend. Hagen hat uns in der Saison oft weh getan und war auch heute nicht zu unterschätzen. Wir haben auch davon profitiert, dass einige offene Würfe von Hagen nicht gefallen sind und wir in den entscheidenden Situationen immer die richtige Antwort parat hatten. Wir waren sehr gut vorbereitet und meine Mannschaft hat den Gameplan zum ersten Mal in dieser Saison perfekt umgesetzt. 

Das Spiel aber gegen Wolfenbüttel, wo die Vorbereitung nicht so detailliert ausgefallen ist hat uns wieder gezeigt wie die Realität aussieht. Wir werden nichts geschenkt bekommen und Wolfenbüttel hat sich mit diesem Sieg gegen uns und den eigenen Fans im Rücken zum Topfavoriten aufgeschwungen. In Wolfenbüttel wird eine riesige und Halle auf uns warten mit ganz vielen basketballverrückten Fans, die das Event zu einem Erlebnis machen werden. Auf uns warten jetzt harte 2 Wochen Arbeit.  Wir sind glücklich mit diesem tollen Ergebnis und wollen versuchen bei dem Final Four eine gute Rolle zu spielen. Schon jetzt ist es der größte Erfolg, den ein Herner WNBL Team je erreicht hat und das macht uns stolz. Wohin die Reise führt wird in 2 Wochen dann entschieden.", so Headcoach Mario Zurkowski

Wir bedanken uns dabei für die tollen Fans, die uns im Hexenkessel in Hagen klasse unterstützt haben und das Wunder möglich gemacht haben und hoffen den ein oder anderen dann auch in 2 Wochen wieder begrüßen zu dürfen. Ein riesen Kompliment auch an den Gastgeber. Die ein tolles Turnier auf die Beine gestellt haben, sich sehr fair präsentiert haben und mit dazu beigetragen haben, dass dieses Nord Top Four Werbung für den Basketball war.

TSV Hagen 1860 - Herner TC  43:74 (9:18 / 17:21 / 7:15 / 10:20)

Bramkamp, Lisa 2;  Hahn, Hanna 10; Kanti, Melda 2; Kassack, Jule 15/3; Lappenküper, Anna 5/1; Oleyniczak, Louisa 5; Proske, Pia 5; Schröder, Pauline; Schulte-Göcking, Lea 2; Sola, Malina 10; Stockhorst, Clara; Strozyk, Jenny 18/2

Herner TC - GB Braunschweig-Wolfenbüttel  57:61 (14:12 / 9:11 / 13:13 / 15:15 / 6:10)

(Scoring z.Z. nicht bekannt)

Zurück