WNBL: Siegermentalität bleibt auf der Strecke

Mit nur 9 Spielerinnen machte sich die WNBL auf die Reise nach Wolfenbüttel. Um halb 7morgens startete die Fahrt, damit die Mannschaft pünktlich vor Ort sein konnte. Die gut gefüllte Halle mit einer guten Stimmung verlieh dem Spiel zusätzlich noch einen besonderen Charakter. Von Respekt oder Nervosität wär der Starting Five nichts anzumerken.

Defensiv diszipliniert und im Angriff organisiert zeigte das Team in den ersten 6 min zu welchem Basketball es in der Lage ist und setzte sich auf 20:8 ab. Schon früh geriet dabei Hanna Hahn in Foulprobleme, so dass Headcoach Mario Zurkowski zum Wechseln gezwungen wurde. Nationalspielerin Leonie Rosemeyer nutzt nun ihre Vorteil und brachte ihr Team mit vier 3-Punkte würfen fast im Alleingang zurück ins Spiel. 20:21 ging es in das zweite Viertel, in dem sich beide Mannschaften so gut es ging neutralisierten. Mit einem knappen 4-Punkte Rückstand ging es in die Halbzeit und alles war drin im Spiel. Wolfenbüttel intensivierte die Verteidigung und die Herner Mädels verloren immer mehr ihren Faden offensiv, so dass Wolfenbüttel den Vorsprung auf 8 Punkte anwachsen ließ. Zu Beginn des letzten Viertels konnte der Vorsprung nochmal auf 4 punkte verkürzt werden, doch nach 2 min im letzten Viertel bekam Hanna ihr 5. Foul und konnte dem Team vor allem defensiv nicht mehr helfen. Anstatt sich mit letzter Kraft gegen die Niederlage zu stemmen zollte das Team der hohen Intensität Tribut und verlor das letzte Viertel verdient mit 26:10. "Das war ein Spiel was eine Halbzeit lang von beiden Teams auf sehr hohem taktischen Niveau gespielt worden ist. Es hat richtig Spaß gemacht. Wolfenbüttel hat dieses Level konstant halten können und hat verdient gewonnen. Am Ende vielleicht etwas zu hoch. Ich bin enttäuscht über die Art und Weise wie wir uns im letzten Viertel präsentiert haben. In den Zeiten wo unsere Nationalspieler fehlen müssen andere Spielerinnen Verantwortung und Siegermentalität aufs Feld bringen. Wolfenbüttels stärkere Bank hat am Ende den Unterschied gemacht. Ich erwarte von meinen Mädels im Training eine deutliche Reaktion und gehe davon aus, dass wir aus dieser Niederlage lernen können. Wir wissen jetzt woran es in den kommenden Wochen zu Arbeiten gilt und müssen den nächsten Schritt machen. Auf dem ersten Viertel müssen wir dabei aufbauen und gezielt die folgenden Fehler analysieren. Wenn wir aus diesen lernen, dann kann ich dieser Niederlage etwas sehr positives abgewinnen. Ein Kompliment nochmal an Wolfenbüttel, die sich sehr fair präsentiert haben und dem Spiel einen tollen Rahmen verpasst haben“, so der Herner Head-Coach.

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